Der Ablauf
Menschen reichen Arbeit weiter. Das BPMN-Diagramm steuert Aufgaben und Entscheidungen; Formulare und Texte gehören zur Prozessmappe.
Beispiel: Ein Antrag wird erfasst, geprüft und freigegeben.
Prozesse gestalten
ProcessBlocks unterscheidet vier Stufen der Prozessgestaltung. Level 1 und 2 brauchen keinen prozesseigenen Programmcode: Der Ablauf entsteht im Camunda Modeler (BPMN Designer), Formulare und Modulschritte werden in der Prozessmappe konfiguriert.
Die Stufen bauen aufeinander auf. Ein Prozess kann menschliche Aufgaben, vorhandene Module und eigene Fachlogik verbinden. Für die meisten ist Level 2 das Ziel.
Menschen reichen Arbeit weiter. Das BPMN-Diagramm steuert Aufgaben und Entscheidungen; Formulare und Texte gehören zur Prozessmappe.
Beispiel: Ein Antrag wird erfasst, geprüft und freigegeben.
Ein Service Task im Diagramm benennt eine vorhandene Fähigkeit. Der Worker erledigt sie für jeden Prozess, der sie deklariert. Der Schritt bleibt im Diagramm und in der Fehlerübersicht sichtbar.
Beispiel: Eine Nachricht senden oder ein Dokument rendern und ablegen.
Wenn eine Entscheidung Berechnungen braucht, liegt Lua im Versionsordner. Das Skript läuft mit Zeit- und Speichergrenze und kann Außenwirkungen nur über deklarierte Plattformfähigkeiten anfordern.
Beispiel: Einen fachlichen Schlüssel berechnen oder eine komplexe Bedingung prüfen.
Für Anforderungen jenseits wiederverwendbarer Module und Lua können Entwickler einen prozesseigenen Rust-Handler mit dem ProcessBlocks-SDK schreiben. Der Worker abonniert dessen deklarierte Aufgaben. Derzeit benötigt kein Beispielprozess dieses Level.
Beispiel: Eine sehr spezielle Anbindung an ein internes System.
Level 3 in der Praxis
Eine Spesenabrechnung beträgt 850 €, die festgelegte Freigabegrenze liegt bei 500 €. Ein Service Task im Diagramm führt dafür eine kurze Lua-Regel aus:
Die Plattform holt die deklarierte Freigabegrenze. Die Regel liest sie zusammen mit dem Betrag der Abrechnung.
Die Regel vergleicht beide Werte und entscheidet, ob eine weitere Prüfung nötig ist.
Falls nötig, gibt sie einen Auftrag an ein erlaubtes Benachrichtigungsmodul zurück. Der Worker prüft und erledigt ihn, nachdem die Regel beendet ist.
Sie gibt ein Ergebnisfeld wie „Zusätzliche Prüfung nötig“ zurück. Der Prozess kann es anzeigen oder für die nächste BPMN-Entscheidung verwenden.
Externe Werte werden vor dem Start der Regel gelesen. Die Regel selbst kann weder eine API aufrufen noch direkt eine Nachricht versenden; ihre Aufträge bleiben deklariert und sichtbar.
Die wichtige Grenze
Das BPMN-Diagramm lässt sich visuell gestalten. Formulare, Texte und die Auswahl erlaubter Module gehören ebenfalls zur Prozessmappe und müssen gepflegt werden. Für Level 1 und 2 ist dafür kein eigener Programmcode nötig.
Was die Stufen trennt
Eine Stufe höher ist keine Auszeichnung. Sie ist eine bewusste Entscheidung über neue Freiheitsgrade und den dazugehörigen Prüfaufwand.
Level 1 und 2 machen den wesentlichen Ablauf und die verwendeten Module für Fachseite und Betrieb lesbar.
Level 3 hält Fachlogik im Prozessordner und begrenzt, was das Skript selbst tun kann.
Level 4 ist für Anforderungen reserviert, die weder Diagramm noch generische Module noch Sandbox sinnvoll abdecken.
Ihr Prozess, Ihre Umgebung
Wir zeigen, wie ein fachlicher Ablauf zu einer versionierten Prozessmappe wird und welche Schritte ohne eigene Programmierung möglich sind.
Kontakt aufnehmen